Mittwoch, der 20. Juni 2007


 


„Wir trau´n auf deine Güte“


Das Ensemble Cadenza widmete sich in St. Nicolai dem Werk Mendelssohn Bartholdys


Unter der Leitung von Harduin Boeven (3.v.l.) präsentierte das Ensemble Cadenza in der Lippstädter Nicolaikirche Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy.    Foto: GrossLIPPSTADT   „Hebe deine Augen auf“ - unter diesem Titel sang das Ensemble Cadenza in St. Nicolai Vokalwerke aus dem geistlichen Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy. Harduin Boeven, der die Gesamtleitung des Konzerts übernahm, bereicherte den Abend nicht nur mit seinem glänzenden Orgelspiel, sondern auch mit kurzen musikwissenschaftlichen Erläuterungen zu den jeweiligen Stücken. So machte er die Zuhörer zu Beginn auf die Parallelen zu Kompositionen von Johann Sebastian Bach in der Musik Mendelssohn, der ein großer Bach-Verehrer war, aufmerksam.Das erste Vokal-Quartett „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ aus dem „Elias“-Oratorium enthielt zum Beispiel choralähnliche Melodien, die in Bach´schen Passionen zu finden sind. Die Sänger in der Besetzung Stephanie Lönne (Sopran), Christiane Theilig (Alt), Klaus Becker (Tenor) und Christoph Claßen (Bass) ergänzten sich hervorragend. Beim Terzett „Hebe deine Augen auf“ dominierte Stephanie Lönne mit ihrem kräftigen Sopran. Ruth Pernau trat als zweite Altstimme hinzu.
Die geistlichen Lieder begannen jeweils mit einem Solopart, bevor die anderen Stimmen zu einem fugenähnlichen Teil einsetzten. So überzeugte Christoph Claßen in der Hymne „Lass, o Herr, mich Hilfe finden“ mit einer Bassstimme, die gekonnt den ruhigen, flehenden Charakter des Liedes darstellte. Christiane Theilig wusste wiederum die freudige, dankbare Stimmung in dem nun schnelleren „Herr, wir trau´n auf deine Güte“ umzusetzen. Klaus Becker trug die Arie „Bei dir gilt nichts denn Gnad“ mit klarer Tenorstimme vor.
Zwischen den Blöcken von Vokalstücken begeisterte Harduin Boeven die Zuhörer mit unglaublich präzisem und künstlerischem Orgelspiel, so dass neben dem zu Anfang des Konzerts erklungenen Praeludium der erste Satz der Sonate A-Dur sowie die viersätzige Sonate B-Dur ganz besondere musikalische Genüsse darstellten.
Mit dem dramatischem Mittelteil in Moll bei der ersten Sonate, gelang es dem Musiker, die Zuhörer regelrecht zu fesseln. In der B-Dur-Sonate präsentierte er den unterschiedlichen Charakter der Sätze hervorragend.
Zuletzt erklang die großartige Hymne „Hör´ mein Bitten“ - ein passender Abschluss für einen solchen Konzertabend, der durch eine Zugabe noch verlängert wurde.


heg

 


Quelle: http://www.DerPatriot.de/index.php?content=lokal_artikel&ID=PX-278174&RESSORT=KULTUR


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