Dienstag, der 20. Oktober 2009 | |
Gesänge aus Jahrhunderten | |
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Ukrainisches Chor-Ensemble Sretenie überzeugt bei einem Sonderkonzert in der Nicolaikirche. Reichhaltiges Spektrum liturgischer Gesänge aus osteuropäischer Kirchentradition präsentiert | |
LIPPSTADT Tief empfundene
Frömmigkeit sprach aus den liturgischen Gesängen osteuropäischer
Kirchentradition: Das ukrainische Chor-Ensemble Sretenie (Begegnung)
gastierte mit einem Sonderkonzert in der Nicolaikirche. Kirchliche Gesänge
aus mehreren Jahrhunderten und verschiedenen osteuropäischen Ländern
befanden sich im musikalischen Reisegepäck.Das reichte vom 7. Jahrhundert
(altrömisch) über das 11. Jahrhundert (griechisch) bis hin zu den
mehrstimmigen Traditionsgesängen des 15. und 16. Jahrhunderts (georgisch,
byzantinisch, russisch). Auch dreistimmige Kompositionen des Dirigenten
Igor Sakhno aus der Anfangszeit des Ensembles wurden in den später
bearbeiteten vierstimmigen Neufassungen vorgestellt. Auf seinen Reisen
nach Bulgarien, Rumänien und Griechenland fand der Dirigent viele alten
Noten, die er für sein Ensemble neu arrangierte.Rhythmisch lebhaft ging es bei dem witzigen alten Soldatenlied zu. Mit seinem kräftigen kernigen Bass bestritt Dirigent Igor Sakhno den markanten Solopart in der russischen Volksballlade „Die zwölf Räuber“. So wechselten Klangpracht als Andacht in den strengen Harmonieformen der musikalischen Kirchensprache mit eindrucksvollen Chorsequenzen, mal mit effektvollen Crescendi bis zum stimmgewaltigen Fortissimo gesteigert, dann plötzlich in verhaltenden Decrescendi bis hin zum hauchdünnen Pianissimo. Das hatte Substanz, war Chorkunst auf hohem Niveau. | |
LB |
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