Dienstag, der 12. Dezember 2006 | |
Erwartung des Heilands | |
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Stehende Ovationen für das Ensemble Cadenza und das Soester Madrigal Syndikat | |
LIPPSTADT Das alljährliche
„Konzert zum Advent“ in der Lippstädter Nicolaikirche ist stets ein Garant
für musikalische Darbietungen auf höchstem Niveau. So auch diesmal, als
das Soester Madrigal Syndikat (SMS) gemeinsam mit dem Lippstädter Ensemble
Cadenza unter der Leitung von Harduin Boeven auftrat.Den Anfang machte das
SMS mit ausgewählten Werken des Mittelalters und der Renaissance. Seit
2004 singen Wolfram Herbe (Tenor), Hans Heyer (Tenor), Arp Hinrichs (Bass)
und Stefan Wiesner (Bass) in dieser Besetzung. In St. Nicolai bezauberte
das Quartett durch perfekte Technik und viel Hingabe. Besonders das
„Hosianna“ eines unbekannten Komponisten überzeugte durch eine seine
Klangfülle.Das Thema der „Erwartung des Heilands“ hatte das Ensemble Cadenza in den Mittelpunkt seines ersten Vortrages gestellt. Karin Uhlenbrock (Sopran), Nina Schwarz (Sopran), Christiane Theilig (Alt) und Belinda Och (Alt) boten ein abwechslungsreiches Programm voller spannungsreicher Wechsel. Ein Höhepunkt waren die beiden Versionen des Klassikers „Es ist ein Ros' entsprungen“. Zunächst präsentierte das SMS eine Version von Melchior Vulpius, dann sangen beide Ensembles gemeinsam eine Fassung von Michael Praetorius. Sehr hörenswert waren die Konzertteile, in denen beide Gruppen gemeinsam vortrugen. Wechselnde Besetzungen machten dabei einen besonderen Reiz aus. Alle Register seines Könnens und auch der renovierten Orgel zog Harduin Boeven bei der Ouvertüre aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Publikum belohnte den Organisten mit langanhaltendem spontanen Applaus für diese außergewöhnliche Leistung. Im letzten Konzertteil präsentierte das SMS bekanntere Weihnachtslieder der Renaissance. Auch das sehr schwierige „Riu, Riu, Chiu“ meisterten die vier Soester mit Leichtigkeit. Mit stehenden Ovationen honorierte das Publikum die herausragende Leistung der Künstler. So viel Applaus musste belohnt werden: Nach der Zugabe „Lasset uns frohlocken“ gab es noch den englischen Weihnachtsklassiker „Hark! The Harold Angels sing“. | |
rix |
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